Videosprechstunde: Bereicherung für Arzt und Patient

Videosprechstunde: Bereicherung für Arzt und Patient

Die sogenannte Videosprechstunde ist das Gespräch zwischen Arzt und Patient über digitale Mittel in Echtzeit. Was bislang noch längst nicht alle Patienten und niedergelassenen Ärzte wissen: Die digitale Konsultation ist schon seit dem 1. April 2017 möglich, seit 2018 auch im Erstgespräch. Durch das Corona-Virus ist diese Möglichkeit des Arztgesprächs in den Fokus des Interesses gerückt. Sowohl Mediziner als auch Psychotherapeuten können diese Form des Arztgesprächs anbieten und abrechnen – auch für Kassenpatienten. Die Videosprechstunde ist jedoch nicht nur sicher, sondern kann alle Beteiligten deutlich entlasten. Aber was benötigen Ärzte und Patienten, und worauf kommt es an, damit die Konsultation sinnvoll ist?

Alle Vorteile im Überblick:

  • Während einer Pandemie, aber auch bei eingeschränkter Beweglichkeit und nach Operationen erleichtert die Videosprechstunde Arzt und Patient den Kontakt.
  • Das digitale Arztgespräch eignet sich für die Kontrolle chronischer Erkrankungen oder gelegentlich Konsultationen.
  • Keine vollen Wartezimmer, keine Wartezeiten für Patienten.
  • Wegfall von langen Anfahrten im ländlichen Raum.

Warum ist die Videosprechstunde so nützlich?

Die Corona-Pandemie hat deutlich gemacht, wie hilfreich die Konsultation „aus der Ferne“ sein kann, aber sie hat auch Vorteile für Patienten mit eingeschränkter Mobilität oder aus anderen Gründen vermindertem Zugang zu medizinischen Angeboten, etwa durch einen Wohnort außerhalb von städtischen Zentren. Auch bei der Überwachung chronischer Erkrankungen muss nicht immer eine eingehende physische Untersuchung vorgenommen werden.

Nicht ausreichend ist eine Sprechstunde per Smartphone, wenn körperliche Symptome nur durch die Untersuchung, ein Blutbild oder bestimmte bildgebende Verfahren abgeklärt werden können. In diesem Fall müssen Ärzte ihre Patienten in die Praxis bestellen oder an einen Spezialisten überweisen.

Was wird für eine Online-Videosprechstunde online benötigt?

Videosprechstunde

Minimal-Anforderungen für die Videosprechstunde

Grundsätzlich sind keine speziellen Voraussetzungen oder aufwändige Technologie erforderlich. Arzt und Patient benötigen ein internetfähiges Gerät wie Smartphone oder Tablet, das die folgenden Bedingungen erfüllt:

  • mindestens 3 Zoll großer Bildschirm mit einer Mindestauflösung von 640 x 480 Pixel
  • Kamera, Mikrofon und Lautsprecher
  • Downloadgeschwindigkeiten von mindestens 2000 kbit/s

Eine reibungslose Datenübertragung ist für einen möglichst natürlichen Ablauf der Kommunikation ohne Stockungen wichtig.

Wichtig: Als Arzt sind Sie nicht verpflichtet, einen zertifizierten Technologie-Anbieter für Ihre Praxis zu nutzen! Sofern die genannten Voraussetzungen gegeben sind, können Sie mit Ihren Patienten über Ihr Smartphone kommunizieren! Auch die Termine dürfen Sie selbst vergeben!

So läuft das digitale Arztgespräch ab – Telemedizin erklärt

Je nachdem, ob eine Praxis ihre Termine selbst oder über einen Technologie-Anbieter vergibt, erhält der Patient lediglich eine Mitteilung des Datums und der Uhrzeit oder einen Link per E-Mail für die Einleitung des Meetings.

  • Zum festgesetzten Termin schalten Arzt und Patient den vereinbarten Kommunikationsdienst ein – denkbar sind WhatsApp oder Skype, aber auch Zoom und Google Meetings.
  • Vor einem Erstgespräch muss der Patient ausdrücklich der Video-Sprechstunde zustimmen.
  • Das eigentliche Arztgespräch läuft ab wie in der physischen Sprechstunde. Die Vertraulichkeit und der störungsfreie Ablauf müssen, ebenso wie in der Praxis, gewährleistet sein.
  • Aufzeichnungen des Gesprächs dürfen weder Arzt noch Patient anfertigen.
  • Rezepte, Überweisungen und Befunde können per E-Mail übermittelt werden.
  • Nach dem Ende des Gesprächs durch Arzt und Patient müssen das Gespräch und eventuell vereinbare Folgemaßnahmen vom Arzt festgehalten werden.

Ganz einfach – und sehr praktisch. Es gibt jedoch Grenzen. Zwar ist für Kassenpatienten die Videosprechstunde kostenlos, Ärzte dürfen jedoch pro Quartal maximal 20% ihrer Leistungen auf diesem Weg abrechnen!

Neue Patienten – VideoIdent wie bei der Bank

Sogar neue Patienten, die dem Arzt noch nicht bekannt sind, können die Videosprechstunde nutzen. Dabei läuft die erste Sprechstunde ähnlich ab wie eine Kontoeröffnung im Direktbanking. Der Patient muss seine elektronische Gesundheitskarte mit beiden Seiten gut sichtbar vor die Kamera halten, damit die Angaben zu Person und Wohnsitz, aber auch die Versichertennummer verifiziert werden können. Eine mündliche Bestätigung des Patienten zum bestehenden Versicherungsschutz und ein Einverständnis in die digitale Kommunikation müssen ebenfalls erfolgen.

Zertifizierte Anbieter von Video-Diensten

Spezielle Dienstleister, die die Buchung und den Ablauf von digitalen Sprechstunden erleichtern und mit dem eigenen Abrechnungssystem kompatibel sind, sind

ausdrücklich fakultativ. Sollten Sie als Arzt einen solchen Anbieter nutzen wollen, muss dieser bestimmte Anforderungen erfüllen:

  • Nachweisliche Zertifizierung und entsprechende Zertifikate
  • Effektive Verschlüsselungstechnologien
  • Gütesiegel, Datenschutz- oder Informationssicherheitszertifikat von den zuständigen Behörden
  • Keinerlei Werbeeinblendungen

Elektronische Visite – Mit neuer Technologie erfolgreich an Patienten herantreten

Die Nutzung alternativer Kommunikationsmittel, wie sie bei der Videosprechstunde vorliegen, erleichtern einem Arzt den Alltag und sind für Patienten bequemer und sicherer. Nur: wie vermitteln Sie Ihren Patienten diesen Mehrwert?

Mit einer Überarbeitung Ihrer Website oder Ihrer Seiten in sozialen Netzwerken, auf Ärzteportalen und mit Newslettern können Sie mit dem Angebot der Videosprechstunde Aufmerksamkeit generieren und für positive Bewertungen sorgen. Damit derartige Angebote bei Ihrer Zielgruppe ankommen, kann gezielte Optimierung für Suchmaschinen und informativer Textgehalt die Sichtbarkeit Ihrer Mitteilungen deutlich erhöhen – und Ihrer Praxis mehr Umsätze bescheren.

Als Arzt sind Sie allerdings ohnehin ausgelastet genug und können sich um die technische Seite bei der Verwirklichung dieser Maßnahmen nicht selbst kümmern. Profitieren Sie von der Expertise einer erfahrenen Agentur, die von der SEO-Planung bis zur Erfolgskontrolle alle Schritte ausführt oder begleitet. In Zusammenarbeit mit content-direct haben Sie den Vorteil von internationalen Kompetenzen und lokalem Know-How!

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